Was man über meine Heimat wissen sollte
Meine Heimatstadt

In Gelsenkirchen, dem Herz im Revier voll Kraft und Zauber, bin ich geboren und aufgewachsen. Hier lebe ich und vertrete meine Heimatstadt voller Stolz im Deutschen Bundestag. Gelsenkirchen kennt man nicht nur durch den FC Schalke 04. Auch das Gelsenkirchener Barock und die Kohle bringt jedermann mit Gelsenkirchen in Verbindung. Und das, obwohl die barocken Holzschränke in Ostwestfalen produziert werden und in Gelsenkirchen längst keine Kohle mehr abgebaut wird. Gelsenkirchen hat schon viel mitgemacht: Mit Beginn der Industrialisierung wurde 1847 der erste Bahnhof in Gelsenkirchen eröffnet. Die Entdeckung der Steinkohle und die Ansiedlung von Schwerindustrie ließ Gelsenkirchen aufblühen und führte schließlich zum Ehrennamen „Stadt der 1000 Feuer“. 1875 erlangte Gelsenkirchen die Stadtrechte. Das heutige Gelsenkirchen ist durch mehrere Gebietsreformen entstanden. Die letzte fand 1928 mit der Zusammenführung der Städte Gelsenkirchen und Buer sowie des Amtes Horst statt. Als Motor der deutschen Wirtschaft in den 1950er und 1960er Jahren war sie eine florierende Stadt. Als Herzkammer der Kohle und Montanindustrie sorgte sie für Beschäftigung und Wohlstand.
Seit dem Niedergang der Steinkohle- und Montanindustrie steckt die Stadt jedoch in einem tiefen Strukturwandel. Die Arbeitslosenquote stieg rasch an. Der lange Weg zur neuen Identität ist noch nicht abgeschlossen.
Wir Gelsenkirchener sind aber noch immer begeisterungsfähig und voller Elan: In alten Waschkauen organisieren wir neue Kultureinrichtungen. Alte Zechenflächen werden als neue Gewerbeparks oder Wohnflächen wiedergeboren. Seit einigen Jahren verdrängt das „Gold der Sonne“ am Himmel das „schwarze Gold“ aus dem Boden. Denn Gelsenkirchen entwickelt sich immer mehr zur Solarstadt.
Zahlreiche Sehenswürdigkeiten und natürlich der Fußball machen meine Heimatstadt auch für immer mehr Besucher interessant. Zu den Sehenswürdigkeiten gehört neben der „Veltins Arena“, der Wissenschaftspark, Schloss Berge mit seinem weitläufigen Park, das Musiktheater im Revier, der St. Urbanus Dom, das Amphitheater oder die Zoom Erlebniswelt u.v.m. Ein Besuch in Gelsenkirchen lohnt sich also!
Die Emscher-Lippe-Region
Die Emscher-Lippe-Region liegt im nördlichen Ruhrgebiet, im Herzen von Nordrhein-Westfalen. Der Name der Region stammt von den beiden Flüssen, die das Gebiet durchfließen: Emscher und Lippe.
Die zehn Städte des Kreises Recklinghausen, die kreisfreue Stadt Bottrop und meine Heimatstadt Gelsenkirchen bilden gemeinschaftlich diesen Ballungsraum mit einer Fläche von ca. 1.000 km2 und einer Einwohnerzahl von fast einer Million Menschen.
Typisches Charakteristikum der Region ist ihre Vielfalt. So ist sie im Süden stark industriell und urban geprägt, im Norden dagegen ländlich und landwirtschaftlich. Der Kreis Recklinghausen vermittelt am deutlichsten diese Vielfalt der Region: Er ist der Kreis mit der höchsten Bevölkerungsdichte innerhalb Deutschlands und zugleich findet sich hier die größte zusammenhängende Waldfläche des Ruhrgebietes.
Die Metropole Ruhr
Meine Heimatregion ist mit etwa fünf Millionen Einwohnern und einer Fläche von etwa 4.435 km2 der größte Ballungsraum Deutschlands und der drittgrößte Europas. Zu Recht nennt sie sich Metropole Ruhr. In ihrem Umfeld leben über 10 Millionen Menschen auf einer Fläche von fast 10.000 km2.
Auch wenn die Metropole Ruhr verwaltungsrechtlich aus vielen unabhängigen Großstädten besteht. Von außen betrachtet ist sie eine Einheit. Denn die Städte gehen überwiegend nahtlos ineinander über.
Kohle und Stahl prägten lange Zeit das Leben der Menschen in der Region. Seit der Kohlekrise von 1957 befindet sich das Ruhrgebiet in einem Strukturwandel. Heute gibt es nur noch vier Zechen und drei Kokereien. Im Laufe der Zeit siedelten sich hier aber Unternehmen aus anderen Branchen an. Dazu gehören u.a. der Fahrzeug- und Maschinenbau, die Elektrotechnik und Feinmechanik sowie Dienstleistungsunternehmen.
Im Rahmen der Internationalen Bauausstellung wurden von 1989 bis 1999 fast 1,23 Mrd. Euro (damals noch 2,5 Millarden D-Mark) in die Erhaltung von Industriedenkmälern investiert. In diesen ehemaligen Industriestätten haben heute Kunst und Kultur ihre neue Heimat gefunden. 2010 ist das Ruhrgebiet Kulturhauptstadt Europas (kurz: „Ruhr2010“).
Das Ruhrgebiet entwickelt sich deshalb immer mehr zum Tourismusmagneten. Die Route der Industriekultur führt an vielen Sehenwürdigkeiten vorbei und dient so der Vermarktung der Region. Weit über die Grenzen Deutschlands hinaus ist die Zeche Zollverein, ein UNESCO Weltkulturerbe, bekannt.


