Marco Buschmann - Mitglied des Bundestages

Buschmann diskutiert in Mülheim über Fracking

Fracking, eine Methode zur Förderung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten, beschäftigt zur Zeit die Menschen im Ruhrgebiet. Denn die BASF-Tochter Wintershall hat sich ein so genanntes Aufsuchungsfeld entlang des Ruhrverlaufs vom Sauerland bis an die holländische Grenze gesichert und plant nun Erkundungsbohrungen.

Aus diesem aktuellen Anlass fand eine Diskussionsrunde im Schulzentrum Broich in Mülheim mit zahlreichen Bundestagsabgeordneten statt. Marco Buschmann, Ruhrabgeordneter und Vertreter der FDP-Bundestagsfraktion, versicherte den anwesenden Bürgern, dass die Bundesregierung an dieser wichtigen Thematik arbeite und die Bedenken der Bürger im Blick habe. „Die Sicherheit der Bürger, der Umwelt und der Lebensqualität hat oberste Priorität. Die Erdgasgewinnung mittels Fracking ist nur dann verantwortbar, wenn das Grundwasser vor Chemikalieneinträgen geschützt ist“, machte Buschmann auf dem Podium deutlich.

Derzeit werden mit Spannung die Ergebnisse der angekündigten Studien erwartet. „Erst wenn die Studien zeitnah ausgewertet und alle Parameter erforscht sind, lässt sich seriös über das „Ob“ und „Wie“ der unkonventionellen Erdgasförderung entscheiden“, führte Buschmann aus.

Erdgas befindet sich bei konventionellen und auch bei unkonventionellen Lagerstätten in Gesteinsporen. In unkonventionellen Lagerstätten sind jedoch keine natürlichen Verbindungen zwischen den Porenräumen vorhanden, es ist nur geringe bis keine Durchlässigkeit gegeben. Das dort befindliche Erdgas kann somit nicht allein zum Bohrloch fließen. Die Förderung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten ist mit höherem Aufwand verbunden als die konventionelle Erdgasförderung. Für beide Arten der Förderung sind Tiefenbohrungen erforderlich. Zur Erzeugung von künstlichen Fließwegen wird das Verfahren des Fracking angewandt. Dieses Kunstwort wird vom englischen Fracturing (aufbrechen) abgeleitet. Das Fracking eines Gesteinskörpers zielt darauf ab, die möglicherweise im unmittelbaren Umfeld einer Bohrung vorhandenen, natürlichen Wegsamkeiten mit dem Bohrloch zu verbinden.